Das Spirituelle und ich ☯️

Ich hatte schon immer einen Hang zum Spirituellen: Astrologie, alte Mythen und Märchen, das hat mich – vermittelt durch meine Mutter – seit frühester Kindheit angezogen. Genauso wie die Psychologie von C. G. Jung, durch dessen Werk ich mich in meinem Studium (obwohl nicht mein eigentlicher Fachbereich) begeistert gewühlt habe. Seine Idee der Archetypen und des kollektiven Unbewussten sowie von Animus, dem männlichen Anteil der Seele, sowie von Anima, dem weiblichen Teil, haben mich fasziniert und prägen mich bis heute.

Von ihm habe ich gelernt, dass die westliche christliche Kultur das weibliche Prinzip dämonisiert, verdrängt, abspaltet, woraus sich viele persönliche und gesellschaftliche Fehlentwicklungen erklären lassen. Die Verteufelung der Sinnlichkeit, der Natur und des Mythischen und die Überbetonung von Geist, Technik und Verstand finden wir in vielen Bereichen, wobei seit den 70ern eine starke Gegenströmung erkennbar ist: Die Hippies, die Grünen, die Hinwendung zu Naturheilverfahren und Yoga sowie zur östlichen Philosophie und Religion lassen sich so erklären.

Alle Naturvölker kennen von jeher starke Muttergottheiten, die das Nährende, Gebärende, Erdhafte verkörpern. Im Christentum dagegen hat das Weibliche nur als Heilige und Hure, als Maria und Eva Platz. Die Frau ist verführbar durch den Teufel und der Mann durch die Frau. Damit wird alles Körperliche negativ aufgeladen und jede Ganzheitlichkeit unmöglich, was auch die Damönisierung von Naturheilerinnen als Hexen erklärt. Es ist ein trauriger Witz der Geschichte, dass die Heilerinnen mit ihren Pflanzenkenntnissen, die wir teilweise heute noch nutzen, gerade weil sie im Gegensatz zur im besten Fall nutzlosen, im schlimmsten Fall tödlichen, Standardmedizin früherer Zeiten (Stichwort: Aderlass) so erfolgreich waren, als Hexen, die mit dem Teufel im Bunde stehen, galten.

Am besten gefällt mir aber das asiatische Prinzip des Yin und Yang. Die Welt und der Mensch braucht eben beides: das weibliche und das männliche Prinzip. Darauf beruht auch die chinesische Ernährungslehre, der ich mich seit nunmehr 16 Jahren zugewandt habe und deren Wirksamkeit mich immer wieder überzeugt.

Seit meiner Kur vor vier Jahren habe ich auch mein Krafttier gefunden, ein Konzept, dass mich schon bei der Kinderserie „Yakari“ begeistert hat: ein Totem als tierischen Ratgeber, das wollte ich auch haben.

Und jetzt endlich, traue ich mich, inspiriert von Gerda, an die Tarotkarten, die mich auch schon lange faszinieren. Ich habe gerade das Spiel ausgepackt und lese mich jetzt ein.

Veröffentlicht von Verwandlerin

In der Verwandlung begriffen. Mein Motto: Panta rhei - alles fließt. https://dennallesfliesst.home.blog/

8 Kommentare zu „Das Spirituelle und ich ☯️

      1. Ich habe mir damals das Cosmic Tarot von Norbert Losche gekauft. Damals hatte ich keine Ahnung von irgendwas. Ich fand die Bilder sehr schön gestaltet, und habe nach Anweisung des kleinen Booklets angefangen zu experimentieren. War eine faszinierende Zeit…
        👍🍀🤗

        Gefällt 1 Person

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