Langsam, aber sicher

… gehen mir die Politiker mit ihren massiven Freiheitsbeschränkungen auf die Nerven. Ausgangssperre (die ja wohl bis jetzt eher nix gebracht hat hinsichtlich der Fallzahlen) und jetzt noch 15 km Radiusbeschränkung.

Ich gehe zwar davon aus, dass der Besuch des Lebenspartners ein triftiger Grund sein wird, seinen Radius zu verlassen, aber trotzdem nervt mich das Ganze.

Und meine Eltern wohnen auch 20 km entfernt von mir.

Veröffentlicht von Verwandlerin

In der Verwandlung begriffen. Mein Motto: Panta rhei - alles fließt. https://dennallesfliesst.home.blog/

16 Kommentare zu „Langsam, aber sicher

  1. Es sind bei mir nicht „die Politiker“, die mir auf die Nerven gehen. Sie sind dafür gewählt, Entscheidungen zu treffen. Jede Entscheidung kann als willkürlich interpretiert werden. Dem einen gehen die Maßnahmen nicht weit genug, der anderen sind sie zu streng – 15 km oder 20 km – oder doch nur 5 km? … ab 100 oder ab 200 je 100.000 ? bis 31.Januar oder nur bis 25. Januar?
    Mir gehen eher die Mitmenschen auf die Nerven, die sich nicht einschränken wollen. Solange sich Anti-Corona-Demonstranten gegenseitig anstecken ist mir das völlig egal. Wenn sie die Krankheit aber zuhause, auf der Arbeit, im Zug oder sonstwo weiter verbreiten, dann ist mir das nicht mehr egal. Warum tragen diese keine Patientenverfügung mit sich, dass sie im Krankheitsfall kein Krankenhausbett belegen wollen und außerdem kein Atemgerät eingesetzt werden soll?
    Nicht die Entscheider und auch nicht die Überbringer von schlechten Nachrichten nerven mich, sondern die Verursacher der hohen Zahlen.
    Durchhalten fällt auch mir nicht leicht…
    Ich habe kürzlich einen aufmunternden Spruch gehört, das neue „Bleib gesund“:
    Bleib negativ, denk positiv.
    LG Max

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    1. Ach ja, ich denke einfach, dass man Kosten und Nutzen teilweise sorgfältiger abwägen sollte. Zum Beispiel stauen sich die Menschen in den Schneegebieten die Leute und gleichzeitig haben wir in BW Ausgangsperre von 20 bis 5 Uhr. Wenn die Menschen die politischen Regeln nicht mehr sinnvoll finden, wird es schwierig.

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      1. Was muss unter Kosten zusammengezählt werden? Gegenüber den Kosten des Lockdowns stehen die Kosten eines Nicht-Lockdowns: Die Erkrankten, die Langzeit-Schäden bei einigen Erkrankten, die Verstorbenen, die Betten im Krankenhaus, die verschobenen Operationen, die wirtschaftlichen Kosten eines hohen Krankenstands, die Lebensqualität der Einzelnen wenn immer mehr Menschen um sie herum erkranken und somit das Ansteckungsrisiko stetig steigt?
        Es bleibt schwer. Hoffentlich wirken die drei zusätzlichen Wochen mit verschärften Regeln. Ich fürchte, sie helfen nur, wenn sich mehr Menschen dran halten und gleichzeitig die Produktion von Impfstoff hochgefahren werden kann.

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      2. Ich wäre viel früher für einen Lockdown gewesen. Ich bin Lehrerin und musste bis Dezember ohne Abstand rappelvolle Klassen unterrichten. Obwohl das klar gegen die Empfehlungen des RKI war. Diese wurden von den Politikern ignoriert. Seither habe ich mein Vertrauen in die Politik verloren. Hatte zwar Mundschutz, aber habe mich trotzdem nicht sicher gefühlt und dank Mundschutz galten wir als Kontaktperson zweiten Grades, wenn jemand in unserer Klasse erkrankt ist und mussten weiter in die Schule.
        Man hätte gleich nach den Sommerferien mit geteilte Klassen unterrichten sollen.
        Und unter Kosten fallen für micn nicht nur die Toten, sondern auch Bankrott von Restaurants und Firmen, Entlassungen, Vertrauensverlust in die Politik, Vereinsamung der Menschen und die psychischen Folgen dieser Dinge.

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  2. Dass es dich nervt, finde ich nicht nur verständlich, sondern sehr sympathisch. Im Gegensatz zu meinem Vor-Kommentierenden Herrn Liebling bin ich nicht der Meinung, dass die Politiker dafür gewählt wurden, „Entscheidungen zu treffen“, sondern dafür, vernüftige Entscheidungen zu treffen, die jederzeit nachvolllziehbar und durch Gerichte überprüfbar sind. In einer Demokratie geht man davon aus, dass die Menschen vernuftbegabt sind, drum dürfen sie wählen, urteilen und verwerfen . Sie sind und bleiben der Souverän. Wenn man nun eine Politik betreibt, die mit Gängelung und Verboten arbeitet, zeigt das, welches Vertrauen man in die Vernunft eben dieser Wähler setzt. Nämlich Null. Hier geht es nicht darum, ob man rave parties feiern will, sondern um die selbstverständlichsten Menschenrechte: seine Anverwandten zu sehen, sofern man das selbst will und nach Abwägen des Risokos selbst entscheidet. Das geht einen Staat überhaupt nichts an.

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    1. Ja, so denke ich auch.
      Ich sehe auf jeden Fall, dass der Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Politik die Folge ist und genau das ist auch der Grund, warum die Maßnahmen nicht mehr haarklein befolgt werden und daher auch nicht so wirken, wie die Politiker gehofft haben.

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    2. Tja, in jede Entscheidung fließen halt mehrere Parameter ein und jeder Mensch gewichtet die Parameter unterschiedlich. Was dem einen als vernünftig erscheint, gilt für die andere als nicht vernünftig. So ist das Leben.
      Ich jedenfalls bin froh, dass genügend Mitmenschen bei den Maßnahmen mitziehen, sodass sie wirken können. Und diese Menschen halte ich für vernünftig. Auch bin ich froh, dass hier keine Einschränkungen wie in Wuhan durchgezogen werden. Die massiven Einschränkungen haben gewirkt, aber so will ich dann doch nicht leben.

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  3. Ich möchte nicht in der Haut eines solchen Politikers stecken, der solche Entscheidungen triff bzw treffen muß . Der Stuhl auf dem er bei solch einer Sitzung gesessen hat, ist noch nicht kalt geworden, da kommen die erste oppositionellen Kritiker aus ihren Löcher. Beschwerde sich darüber wie falsch doch diese Entscheidungen sind, die man grad erst getroffen hat . Nur in den wenigsten Fällen hört man von diesen Leuten konkrete Vorschläge, wie man es besser machen könnte. Lieber stellt man sie auf einen Balkon und erklärt “ es sei besser nicht zu regieren als falsch zu regieren “ . Genau diese Leute könnten sich doch heute zeigen und beweisen, dass sie es besser können . Statt dessen wird mit ihrer Kritik Unruhe geschürt . Vor ein paar Wochen waren wir noch gedanklich weit von einem Impfstoff entfernt und hatte Bedenken an der schnellen Entwicklung gehegt . Heute beschweren sich diese Politiker, dass alles nicht schnell genug geht und man viel zu wenig bestellt hat. Täglich tauchen in TV Sender einer von diesen Möchtegernpolitiker auf und weiß es besser. Unruhe können wir in der jetzigen Situation am wenigsten gebrauchen. Nur diese wird bewußt aus gewissen politischen Richtungen gestreut.

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    1. Ja oder erst hieß es, die Masken bringen nichts, jetzt sind sie Pflicht. Und schützen nachweisbar.
      Was „wahr“ ist, ändert sich ständig.
      Deshalb ist das für alle Beteiligten so anstrengend.
      Und deshalb kann ehrlicherweise auch niemand sagen, wie lange zum Beispiel der Lockdown noch gehen wird.
      Oder wie oft noch einer nötig sein wird.
      Ich persönlich fühle mich immer dann gut aufgehoben, wenn ich den Eindruck habe, die Politiker beziehen die Empfehlungen des RKI in ihre Entscheidungen mit ein, wenn es zum Beispiel um die Öffnung von Schulen/geteilte Klassen im Präsenzunterricht usw. geht.

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      1. Wie soll es auch gehen, wer hat Erfahrung mit solch einer Pandemie? KEINER!!! Jede Massnahme die hoffnungsvoll verabschiedet wurden, ist Wunsch auf Besserung. Wobei die deutsch Politik durch den Föderalismus, noch viel Mitbestimmung widerfährt. In andern europäischen Staaten gibt es keine großen Berhandlunge , siehe Frankreich, Niederland , Österreich oder Italien .da wird angeordnet.

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