Bahnbrechende Erkenntnis

Nach dem öffentlichen Tribunal, das letzten Februar über mich an meinem Arbeitsplatz gehalten wurde, war ich mir immer noch sehr unsicher, wen ich nächstes Jahr im November zu meinem 50. Geburtstag einladen soll.

Und nun die bahnbrechende Erkenntnis: Ich werde einfach GAR NIEMAND von meinem Kollegium einladen. Sondern nur Leute, die ich aus anderen Kontexten kenne.

Einfach einen klaren Cut zwischen Job und Privatleben machen. Das als neues richtungsweisendes Prinzip: Trennung von Beruf und Privatleben.

Diesem Prinzip folgend und das auch offen kommunizierend kann ich wiederum meinerseits mögliche zukünftige Einladungen von Kolleg:innen zu Parties, Kneipenabenden etc. ausschlagen, mit der Begründung, dass ich für mich herausgefunden habe, dass es für mich besser ist, Beruf und Privates zu trennen.

Wird nämlich a) eh fast nur über Schule geredet bei sowas und b) ist zu 100%-iger Wahrscheinlichkeit jemand dabei, von dem/der ich nicht (mehr) möchte, dass sie mich in einem privaten Kontext erlebt.

Das alles hat zudem den sensationellen Vorteil, dass ich mich nicht mehr bang fragen muss, werde ich eingeladen trotz allem, was war, sondern für mich entschieden habe, es ist nach meinen Erfahrungen besser, solche Veranstaltungen grundsätzlich zu meiden.

Und eben auch nicht mehr grübeln muss, wen soll ICH einladen und wen lieber nicht.

Zu zweit mit einer lieben Kollegin zum Kaffee treffen, kann man sich ja immer noch und das unter Geschäftstreffen verbuchen, so fühlt es sich ja auch eigentlich an. Geht ja eh zu 80% um den Job, siehe oben.

Es gilt, was immer gilt: Prinzipien im Sinne von Werteentscheidungen erleichtern das Leben ungemein. Denn man entscheidet sich EINMAL für sie und dann zieht man es durch. Mut oder Geradlinigkeit waren ja noch nie mein Problem.

Veröffentlicht von Verwandlerin

In der Verwandlung begriffen. Mein Motto: Panta rhei - alles fließt. https://dennallesfliesst.home.blog/

2 Kommentare zu „Bahnbrechende Erkenntnis

  1. Das allgemeinere Problem dahinter ist, dass man, wenn man voll im Berufsleben steht, nur noch wenige Freundschaften „außerhalb“ pflegen kann. Viele Beziehungen werden über das Berufsfeld vermittelt. Genauso geht es, wenn man Mutter ist, über die Interaktion mit anderen Müttern an der Sandkiste. Auch da sind die Themen begrenzt. Oder bei Hundebesitzern — da gehts durchweg um Hunde.
    Glücklich,wer die Kraft und Fähigkeit hat, daraus Rundum-Freundschaften zu entwickeln und sich zu erhalten..

    Gefällt 1 Person

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