Also … ūü¶č

ich bin ja defintiv in den Wechseljahren und muss ganz ehrlich sagen, dass ich Gl√ľck habe und diese Zeit f√ľr mich als gute Zeit empfinde.

Das liegt sicher daran, dass ich in den letzten Jahren in verschiedenen Bereichen meines Lebens reinen Tisch gemacht habe und jetzt mehr als vor zehn Jahren ein Leben f√ľhre, das mir entspricht.

Statt auf dem Dorf am Ende der Welt zu wohnen in einem Haus, das vom Ehemann dauernd renoviert, ausgebaut usw. wird, im Urlaub auf Spießercampingplätzen festzusitzen und darauf zu warten, dass die Kinder volljährig sind, dass man endlich den Ehemann, den man nicht mehr liebt, verlassen kann Рhabe ich vor nunmehr sechs Jahren einen Cut gemacht und habe dieses Leben hinter mir gelassen, obwohl ich große Angst hatte, dass ich es allein nicht schaffe.

Inzwischen lebe ich im Zentrum einer Kleinstadt in einer renovierten Altbauwohnung, arbeite Vollzeit und urlaube in Hotels und an Orten, die MIR gefallen, kriege alles, was mir als Hexenwerk erschien, selbstständig auf die Reihe und ziehe meine Tochter alleine groß und habe zu meinem Sohn, der beim Papa lebt, engen, nahezu täglichen Kontakt. Und eine neue Liebe habe ich auch gefunden.

Ob ich die Wechseljahre merke? Ja, schon: Bin leicht reizbar und oft nah am Wasser gebaut, vertrage nur noch wenig Alkohol, wache nachts oft auf und habe trockenere Haut, mehr Gelenkschmerzen als fr√ľher und einen unregelm√§√üigen Zyklus. Nehme auch schneller zu. Aber insgesamt ist alles im Rahmen und habe ich wesentlich mehr Power als vor zehn Jahren.

Da habe ich Gl√ľck gehabt. Daf√ľr war die Zeit von 32 bis 44 aber auch mehrheitlich echt √§tzend: Kleine Kinder, Dauerehekrach, wenig Schlaf, Doppelstress beruflich und privat und dauerunzufrieden. Es ging immer nur ums Durchhalten.

Damals habe ich gelernt, dass es gar nicht unbedingt so gut ist, belastbar zu sein: fr√ľher hinzuschmei√üen/ was zu √§ndern w√§re absolut empfehlenswert gewesen.

Veröffentlicht von Verwandlerin

In der Verwandlung begriffen. Mein Motto: Panta rhei - alles fließt. https://dennallesfliesst.home.blog/

9 Kommentare zu „Also … ūü¶č

    1. Haha, ich weiß, dass viele so denken. Aber ich mag meine Wohnung lieber als mein Haus. Vom Style, der Wohnlage und allem. Ich bin kein Hausbesitzertyp. Ist mir auch erst klargeworden, als ich eines hatte. Jeder sitzt im Sommer im eigenen Garten, statt auf der Neckarwiese oder im Schwimmbad, alle halbe Stunde werden laute Gartengeräte oder Baugeräte vom eigenen Mann oder den Nachbarn in Gang gebracht, 9 Monate im Jahr muss man Gartenarbeit machen, statt in der knapp bemessenen Freizeit mal auf der Coach zu liegen, wegen jedem Scheiß muss man ne Treppe gehen.
      Nein danke, f√ľr mich ist ne sch√∂ne Mietwohnung im Zentrum besser und im Alter ziehe ich einfach in die Seniorenresidenz gegen√ľber statt allein √ľberfordert mit aller Arbeit in nem Haus festzusitzen.

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  1. Jetzt, in der Pension/Rente, ist etwas Erleichterung auf der Kostenseite, mehr als notwendig.
    Es muss nicht gro√ü sein. Selbst ein Wohnwagen w√ľrde reichen:-))
    Miete ist eine Form der Abh√§ngigkeit, die man sp√§testens mit dem Eintritt ins Rentenalter, schwer bereut:-)) Panta rhei war √ľbrigens eine DDRMusikgruppe, die bei meinen Eltern und damit auch bei mir, ziemlich oft zum Tanz gespielt hat. Nur, zur Erinnerung.

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      1. Ich habe auch eine Scheidung hinter mir. Bei M√§nnern endet das meist mit einem Koffer in der Hand und einigen Unterhaltsforderungen. Den √ľblichen „Rest“ k√∂nnen V√§ter abschreiben.
        Von der besungenen Freiheit bleibt da Nichts:-))

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      2. Ja, ich wei√ü. Bei uns ist das anders gelaufen. Er hat das Haus behalten, weil er mehr daran h√§ngt und viel Arbeit reingesteckt hat. Er hat mich ausbezahlt, aber wir haben uns auf einen sehr moderaten Betrag geeinigt. Mein Sohn ist bei ihm geblieben, weil er im Dorf seine Freunde hat. Meine Tochter ist mit mir gegangen. Wir haben gegenseitig auf Unterhalt, Rentenanspr√ľche usw. verzichtet.
        Wir verdienen beide gut und haben inzwischen beide neue Partner und können normal miteinander reden. Das liegt sicher auch daran, dass wir uns nicht um Geld gestritten haben. Im Nachhinein muss ich sagen, das haben wir sehr gut hingekriegt.

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