Respekt gegenüber dem Bärentöter 🐻

Ich beobachte in den letzten Tagen ein Phänomem, das man in der Steinzeit wohl als Respekt gegenüber dem Bärentöter bezeichnet hätte.

Ich habe mit dem Bären gekämpft und bin nicht tot, er zwar auch nicht – aber er wird sich wohl nicht mehr in die Nähe meiner Höhle trauen. Bin also eine Bärenvertreiberin. Und werde als solche mit Respekt behandelt. Als jemand, der den anderen gezeigt hat: fürchtet euch nicht, der Bär ist nicht so stark, wie ihr glaubt.

Mut 💪🏻

„Uns in unserer Komplexität, unserer Kompliziertheit, mit unseren nicht so einfachen Seiten zu zeigen, dazu bedarf es Mut.“

(Oskar Holzberg, Psychologe)

Leider muss ich nach meinen Erfahrungen auch sagen, dass man durchaus vorsichtig sein muss, wem man sich zeigt. Allerdings gehört es wohl zu meinem Charakter, dass ich mich eher in allen Facetten zeige, statt verberge.

Berührt werden 🤲

„Wir möchten berührt werden. Also sollten wir mehr berühren. Denn was wollen wir in einer Welt, die uns nicht berührt?“

(Oskar Holzberg, Psychologe)

Berühren sollte man Menschen auch in einem guten Vortrag, der das Publikum erreichen will.

Gestern durfte ich bei einer Fortbildung zwei Referentinnen erleben, die das in schönster Weise vorlebten: Sie waren selbst berührt von ihren Themen und konnten uns daher berühren. Gleichzeitig blieben sie wissenschaftlich und sachlich. Es war wirklich inspirierend.

Menschlichkeit 😀

„Scheiß auf Cleverness – sei menschlich!“

(A.L. Kennedy, Schriftstellerin)

Da ist definitiv was dran. Ich habe in den letzten Jahren zunehmend festgestellt, dass ich Mitmenschen, die vielleicht nicht über eine große geistige Brillanz (die ich immer bewundere), geistreiche und schlagfertige Rhetorik (die ich liebe) oder eine gewisse strategische Cleverness (die ich eher verabscheue) verfügen, einfach dafür schätzen kann, dass sie – platt, aber wahr gesprochen – einfach gute und herzliche Menschen sind.