Eine Antwort – 4 Bedeutungen: Die Temperamenten-Lehre einfach erklärt 😃😡😶😔

„Wie geht es dir?“

😃Der Sanguiniker sagt: „gut“ und meint: „Ey, Leute alles paletti, mir geht es prima, ich bin total aufgeräumt und das Leben ist doch letztlich einfach schön.“

😡Der Choleriker sagt: „gut“ und könnte vieles andere meinen. Zum Beispiel: „Ja, mir geht’s gut, du Arschloch, obwohl ich von lauter Idioten umgeben bin und als einziger hier meinen Job richtig erledige.“

😶Der Phlegmatiker sagt: „gut“, weil er weder Kraft noch Antrieb noch Elan für ein tiefergehendes Gespräch hat: er will seine Ruhe und keinen Stress.

😔Der Melancholiker sagt: „gut“ und leidet weiter still vor sich hin. Er meint zum Beispiel: „Nein, mir geht es gar nicht gut, es ist gerade alles ganz furchtbar und ich zweifle mal wieder an mir, an meinen Mitmenschen, am Sinn des Lebens. Aber ich will dich damit nicht belasten, du kannst mir eh nicht helfen.“

Prävention 🚑🚒

Ich weiß, ich wirke nicht unbedingt so, aber auch ich habe manchmal aus Angst/Bequemlichkeit/Feigheit Dinge ungeklärt gelassen, unter dem Deckel gewissermaßen.

Und es ging immer schief, der Topf ist immer übergekocht und es gab Verletzte und eine angekokelte Umgebung und lange Aufräumarbeiten.

Deshalb wird meine Präventionsstrategie in Zukunft heißen: Mut haben und die Dinge klären.

Buchtipp: „Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin“ von Sascha Lobo und Kathrin Passig

An dieses amüsante Buch musste ich gerade nach dem Lesen von Janes aktuellen Blogbeitrag zur Prokastination (also dem Aufschieben von Dingen) denken.

Dort finden sich herrlich entwaffende Selbstberichte von prokastinerenden Menschen, die dennoch irgendwie überleben und teilweise sogar sehr erfolgreich sind. Hilfreiche Tipps, wie man die Prokrastination in Schach hält, inklusive.

Prädikat: sehr empfehlenswert.

Hoffen auf Hilfe 🦸🏻‍♂️

Ich habe heute Morgen mit dem Schulleiter meiner Tochter gesprochen und ihm die Not meiner Tochter geschildert.

Er war geschockt, zwar war sie mit der Klassensprecherin bei ihm und hat ihn gebeten, ihre alte Klassenkameradin nicht in ihre neue Klasse zu lassen – aber dass es so eine heftige Vorgeschichte gibt, war ihm nicht klar.

Ich bin ein Katalysator

… das habe ich schon bei der Gruppentherapie in der hervorragenden psychosomatischen Systeliosklinik gemerkt.

Als ich kam, war es aus mit der Ruhe. Obwohl ich aus meiner Sicht „gar nichts“ gemacht habe, sondern einfach nur da war, fühlte sich die bisherige Leadingperson von mir bedroht (anscheinend triggerte ich irgendwas). Sie fing an, mich auf eine Weise fertig zu machen, die die anderen zwang, Position zu beziehen und zack, war die Gruppe gespalten.

Gruselig. Das hat mich damals voll überfordert. War ja da, um zu genesen wie die anderen auch.

Mein einer Therapeut meinte damals locker zu mir:

„Wer lebt, stört. Wer mehr lebt, stört mehr.“

Daran habe ich seither noch oft gedacht.

Wo will ich hin? Der innere Kompass – Über flüchtigen versus nachhaltigen Erfolg 🧭

„Wenn ich nicht weiß, wo ich hin will, nützen mir auch alle Bemühungen und Techniken des positiven Denkens nichts.“

(Copyright Verwandlerin Februar 2020)

Die meisten Menschen haben ihren inneren Werte-Kompass verloren, ihre „innere Landkarte“ (Stephen R. Covey).

Das kann man meiner Ansicht nach besonders gut in der Politik sehen, wo Programme zunehmend austauschbar erscheinen und man nur bei Parteien des linken oder rechten „Rands“ sagen kann, wofür sie eigentlich genau stehen.

Stehen R. Covey schreibt in seinem Beststeller „Die sieben Wege zur Effektivität. Ein Konzept zur Meisterung Ihres beruflichen und privaten Lebens“ (inzwischen wohl leider vergriffen), eine oberflächliche, auf bloße Wirkung bedachte „Image-Ethik“ habe seit der Mitte des 20. Jahrhunderts die viel nachhaltigere „Charakter-Ethik‘ (vergleiche der Tugendkatalog der Antike oder des Mittelalters) abgelöst.

Deswegen seien wir von Worthülsen und schalen Beziehungen ohne Tiefgang umgeben.

Die tröstliche Botschaft von ihm ist jedoch, dass ein auf Image-Ethik aufgebauter Erfolg nie auf Dauer Bestand haben könne, da er kein echtes Fundament habe.

Ein wirklich nachhaltiger Erfolg basiere immer auf einer charakterlichen Reife.

Das ist auch meine Beobachtung und feste Überzeugung.