Mumm

Kennt ihr dieses Wort? Mumm, also Mut, habe ich gerade in dienstlichem Kontext bewiesen und bin ein klein wenig stolz auf mich.

Ich finde ja, wenn schon wir Beamten, die ja nicht kündbar sind, nicht den Mumm haben, unsere Meinung zu vertreten, wer sonst?

Und vor allem: Wie sollen wir Kinder und Jugendliche zu den viel beschworenen „mündigen Bürgern“ erziehen, wenn wir selbst unseren Mund nicht aufmachen für Dinge, die uns wichtig sind.

Dazu gehört meiner Ansicht nach übrigens auch, sich zu entschuldigen, wenn man übers Ziel hinausgeschossen ist. Aber damit hatte ich noch nie Probleme, haben mir meine Eltern beigebracht.

Düfte 👃🏻🌹🍊🍎

Ich bin ja ein total olfaktorischer (duftorientierter) Typ. Düfte können mich sofort in gute Laune versetzen, wachmachen oder beruhigen.

Wenn ich mich aufrege oder unruhig oder schlaflos bin, hilft mir Lavendelöl.

Für gute Laune und zum Wachwerden Zitrusdüfte.

Kokos fürs Urlaubsfeeling und Vanille für Geborgenheit.

Und für die Hautpflege habe ich Granatapfelkernöl für mich entdeckt: pflegt und hebt die Stimmung und gibt Energie.

Bridget Jones‘ Diary

… habe ich heute Mittag geguckt, weil ich Bock zu lachen hatte. Ist wirklich herrlich.

Bridget (Renee Zellweger mit eigens angefuttertem Übergewicht und noch Originalaugenlidern und ungebetoxt) frustriert, überzeugt, als alte Jungfer zu sterben, Eis essend und „All by myself“ hörend
Ihr Boss, Daniel Cleaver ein symphatischer Hallodri (und nebenbei Hugh Crant rührend jung)
Bridgets Gäste an ihrem Geburtstag (der 9. Nobember wie ich), hören gerade, dass Mark Darcy und Daniel Cleaver sich wegen Bridget prügeln
(Die Prügelszene)
Bridget mit Freundinnen und schwulem Freund schauen zu und Bridget ist beeindruckt
Der sonst so kultivierte und schüchterne Mark hat Daniel niedergeschlagen
Bridget wird klar, dass Daniel damals mit Marks Frau geschlafen hat.
Marc Darcy mit peinlicher Pinguin-Krawatte, die ihm seine Mutter zu Weihnachten geschenkt hat (Colin Firth sieht heute, 20 Jahre später kaum anders aus.)

Langsam, aber sicher

… gehen mir die Politiker mit ihren massiven Freiheitsbeschränkungen auf die Nerven. Ausgangssperre (die ja wohl bis jetzt eher nix gebracht hat hinsichtlich der Fallzahlen) und jetzt noch 15 km Radiusbeschränkung.

Ich gehe zwar davon aus, dass der Besuch des Lebenspartners ein triftiger Grund sein wird, seinen Radius zu verlassen, aber trotzdem nervt mich das Ganze.

Und meine Eltern wohnen auch 20 km entfernt von mir.

Die Macht der Gedanken

Wer seine Gedanken kontrollieren kann, vermag es, sein Leben zu kontrollieren.

(Verwandlerin 1/2021)

Das habe ich jedenfalls für mich schon oft festgestellt und ich bin froh, dass ich das gelernt habe.

Denn wie man denkt, beeinflusst letztlich alles: wie ich anderen gegenübertrete und diese dann wiederum mir; welche Entscheidungen ich treffe; wie glücklich ich mit meinem Leben bin.

Beobachtungen

Irgendwie ist es schon erstaunlich, wie sehr wir teilweise in unseren modernen westlichen Gesellschaften den Bezug zu so, sollte man meinen, ganz normalen Dingen verloren haben.

Ich denke da beispielsweise an das gestörte Verhältnis zum Körper und zum Essen, die Idealisierung und damit Problematisierung von Paarbeziehungen, die Ratlosigkeit in der Kindererziehung usw.

Stay cool

Schon vor Corona ist mir aufgefallen, dass die öffentliche Stimmung, aber auch die Menschen auf der Straße und in meinem Umfeld zunehmend gereizt wurden.

Egal, ob Flüchtlingskrise, Veganismus, Umweltschutz – die verschiedenen Positionen wurden zunehmend erbitterter vertreten und der politische Gegner wurde abgeurteilt, verteufelt oder zumindest als schlechterer Mensch dargestellt.

Dabei haben sich die alten politischen Einteilungen quer über diese Themen gelegt: man kann nun in der einen Frage radikal links (zum Beispiel Umweltschutz) in der anderen radikal rechts (zum Beispiel Flüchtlingskrise) sein, womit sich die Unterschiede langsam auflösen.

Es ist zwar zu begrüßen, dass sich zunehmend Menschen wieder politisch engagieren, aber diese Unentspanntheit und Intoleranz gegenüber Andersdenkenden empfinde ich als sehr unangenehm. Immerhin leben wir in einer Gesellschaft mit westlich-liberalen Werten, wo man sich auf Basis der Menschenrechte selbst entfalten können sollte und in der eine Akzeptanz von verschiedenen Meinungen innerhalb des demokratischen Spektrums selbstverständlich sein sollte.

Leider wurde das Ganze durch die Coronakrise, die ja unser aller Leben einschränkt, noch drastisch verschärft.