Der Mensch – ein unfassbares Wesen â˜¯ï¸

Mir geht es wie Alice in einem ihrer heutigen Blogbeiträge schreibt: Ich bin immer wieder verwundert über die Menschen, wie feige, intrigant und berechnend sie sich manchmal verhalten.

Dazu fällt mir Georg Büchner ein, der Danton in „Dantons Tod“ sagen lässt:

„Jeder Mensch ist ein Abgrund, es schwindelt einem, wenn man hinabblickt.“

Dennoch habe ich schon oft und auch diese Woche wieder erfahren, wie der Mensch eben auch sein kann: solidarisch, herzlich, mutig.

Die Faszination für die Mafia

… ist ungebrochen. Darüber denke ich gerade nach, während ich den oskarprämierten Netflix-Film „The Irishman“ mit dem genialen Robert de Niro (irritend mit stahlblauen Kontaktlinsen) gucke, da ich eh nicht schlafen kann.

Worin liegt diese Faszination begründet?

  1. Die Mafia hat Stil. Zumindest in diesen Filmen.
  2. Sie hat einen Ehrencodex, der hart, aber verlässlich ist.
  3. Sie ist cool, im Sinne eines gewaltverherrlichenden „Pulp Fiction“-Cool.

Gut essen

… hält ja wie gesagt, Leib und Seele beisammen und war schon immer meine Strategie bei Stress. (Nicht bei echtem Herzenskummer – da verhärme ich total innerhalb kürzester Zeit…)

Diese Strategie hat den unschlagbaren Vorteil, dass man körperlich fit und mental gut drauf ist, wenn es darum geht, die Klippen der Herausforderung zu meistern.

Der alte Geheimrat

Muss gerade wieder oft an den alten Geheimrat Goethe denken:

„Und wenn du dies nicht hast,/ Dieses Stirb und Werde/ Bist du nur ein trüber Gast auf der dunklen Erde.“

Dieses Lieblingszitat von mir aus Goethes Gedicht „Selige Sehnucht“ trifft einen Nerv bei mir.

Von diesem Stirb und Werde habe ich in Hülle und Fülle und mich tröstet Goethe, der ja in seinen Zeilen letztlich nichts Anderes sagt als: Durch Leidenschaft wird das Leben zwar anstrengend, aber auch intensiv und bunt.

„Ich komme in Frieden“ â˜®

Da ich inzwischen weiß, dass ich aufgrund meiner Redekraft und meiner präsenten Aura auf andere sehr furchteinflößend wirken kann, versuche ich in schwierigen Gesprächen immer auszustrahlen: „Ich komme in Frieden.“

Das hat nichts mit Kleinmachen zu tun, sondern eher mit der Ausstrahlung einer Königin, die mit einem Waffenstillstandsangebot in Verhandlungen geht.

Das klingt vielleicht ein wenig over the top und selbstüberschätzend, aber es hilft enorm für eine fruchtbringende, konstruktive Gesprächsatmosphäre.