Gewissheiten verabschieden

Ein paar gängige geschichtliche und politische Theorien, die ich in meinem Studium in den 90ern noch gelernt habe, gehören definitiv auf den Prüfstand. Die Idee „Wandel durch Handel“, die davon ausgeht, wenn wir mit autoritären Regimen handeln, würden diese sich öffnen und auch Menschenrechte und Demokratie haben wollen. Die Vorstellung, ein wirtschaftlich wohlhabendes Bürgterum würde„Gewissheiten verabschieden“ weiterlesen

Hochinteressant

… finde ich die Dokuserie „The Royal House of Windsor“, die ich gerade auf Netflix gucke. Geschichte, spannend wie ein Krimi und schillernd wie Hollywood. Wie George V. sich wegen dem Druck des britischen Volks 1917 im Ersten Weltkrieg weigerte, seinem Cousin, den Zaren Niklas II., den er brüderlich liebte und dem er glich wie„Hochinteressant“ weiterlesen

Man gewöhnt sich an alles…

Ich erschrecke mich manchmal, wie schnell ich, die Medien, „die Leute“ sich schon an den Ausnahmezustand gewöhnt haben. Ich weiß, dass unsere Spezies so adaptiv konstruiert ist, hat ihr das Überleben gesichert. Aber ich kann als Politologin und Historikerin nicht ignorieren, dass genau das auch die Funktionsweise von Dikaturen und autoritären Staaten sichert.

Déja Vu 👀

Wenn einige Menschen jetzt sagen, Corona geschehe der Menschheit ganz recht, von wegen Dekadenz der spätkapitalistischen Gesellschaft und so, erinnert mich das als Historikerin fatal an die Stimmung am Anfang des 20. Jahrhunderts: da glaubte man auch der 1. Weltkrieg täte der Menschheit gut … War dann aber doch kein Wochenendausflug nach Frankreich (wie manche„Déja Vu 👀“ weiterlesen